Erfolgreiche Unterstützung für Kleinstunternehmen
vor dem Aus

Überraschend stoppte der Bund 2012 sein erfolgreiches Modell der Mikrofinanzierung. Nach einer Verlängerung soll Ende 2014 endgültig Schluss sein – mit noch ungeahnten Folgen. Denn für Existenzgründer, kleine Handwerksbetriebe und Freiberufler sind Mikrokredite überlebenswichtig. „Viele Kleinstunternehmen müssten bei unsicherer Auftragslage schneller aufgeben und erneut Transferleistungen beziehen; das gefährdet Arbeitsplätze und senkt auch die Bereitschaft zur Existenzgründung, die im Ruhrgebiet ohnehin schwach ist“, erklärt Christof Lützel, Pressesprecher der Bochumer GLS Bank. Besonders für Migranten, die im Ruhrgebiet relativ gesehen häufiger gründen als Deutsche, ist das eine schlechte Nachricht.

280 Arbeitsplätze in Dortmund gesichert

Die GLS Bank zahlt das Geld aus, der Bund sichert die Finanzierung mit einem 2010 aufgelegten Förderfonds in Höhe von 100 Millionen Euro ab. Allein kann die kleine Genossenschaftsbank das Ausfallrisiko nicht tragen. Seit 2010 vergab sie rund 17.500 Mikrokredite – mehr als erwartet – mit einer Gesamtsumme von über 103 Millionen Euro. Über 800.000 Euro sind nach Dortmund geflossen. „Gut 280 Arbeitsplätze konnten dadurch gesichert und geschaffen werden“, sagt Frank Lunke, Geschäftsführer der Nordhand eG.

Die Genossenschaft ist eine von 30 Mikrofinanzierern in Deutschland, die seit 2010 entstanden sind und Firmen bei der Stellung des Kreditantrags erfolgreich unterstützen. Bleibt die Situation so wie sie ist, müssen alle Mikrokredite bis Ende 2016 zurückgezahlt sein, auch Neuverträge.

www.mein-mikrokredit.de

www.nordhand.com

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